Stefan Schridde in München | ALTE KONGRESSHALLE on 28.06.19

Stefan Schridde in Wernigerode | Hochschule Harz on 19.10.18

Stefan Schridde in Berlin | Eva Lichtspiele on 29.09.18

Stefan Schridde in Karlsruhe/Rheinstetten | Messe Karlsruhe on 17.10.18

Stefan Schridde in Karlsruhe/Rheinstetten | Messe Karlsruhe on 17.10.18

Stefan Schridde in Aalen | Hochschule Aalen on 04.12.18

HTWK Leipzig Ringvorlesung Livestream jetzt online

Müll ist ein globales Problem und geht uns alle an: Als Konsumenten, als Wähler und als künftige Absolventen der HTWK Leipzig, die einmal Verantwortung tragen für technische Lösungen und Einfluss nehmen auf wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen. Mülltrennung und smarte Technologien mögen unser Gewissen retten, aber nicht unseren Planeten. Denn menschliches Wirtschaften kann langfristig nur gelingen, wenn es sich einfügt in die ökologische Haushaltsführung unseres Erdballs.

Die Reihe „Müll – Klappe zu und weg?“ setzt Abfall in Bezug zu unserem modernen Lebensstil. Problemursachen und Einflussfaktoren werden von Experten aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet, technische Lösungen und die Möglichkeiten menschlicher Verhaltensänderungen werden hinterfragt.

In meinem Vortrag “Mythos Wegwerfgesellschaft” nehmen ich Bezug auf die Themen anthropogene Obsoleszenz, Shareconony und SDGs, verdeutliche Irrtümer, die Verantwortung von Herstellern und Handelsunternehmen und zeigen Lösungen und den Beitrag von Forschung und Lehre auf.

Die Manipulation des Verbrauchers

„Manipulation – wie frei sind wir wirklich?“ lautete die Fragestellung des Studium Generale im Sommersemester 2016. Dazu wurden Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlicher Disziplinen wie der (Kunst-)Geschichte, der Germanistik, der Medizin oder der Wirtschafts- und der Rechtswissenschaften eingeladen, um aus der Perspektive ihres Faches das Thema auszuleuchten. Das Spektrum der Vorträge reichte von Fälschungen in der Kunst über Manipulationen in der Wirtschaft und im Gesundheitswesen bis eben hin zur Steuerung der öffentlichen Meinung. Zu den Referenten gehörten neben Wissenschaftlern der Ruperto Carola auch Fachvertreter aus Berlin, Erfurt und Halle-Wittenberg.

Heidelberg University Publishing ist ein Open-Access-Verlag für qualitätsgeprüfte wissenschaftliche Publikationen. Wir unterstützen Open Access als Publikationsmodell für die Verbreitung hervorragender Forschungsergebnisse und setzen Open-Source-Software für die gemeinsame Entwicklung der zugrunde liegenden Publikationstechnologien ein.

Wie frei kaufen wir wirklich? Schauen wir heute in die Welt des Kon-sums, bemerken wir eine seltsame Erkrankung, die die Produkte be-fallen hat. Da landen Konsumgüter im Regal, die sich in ihrer Haltbarkeit, Reparierbarkeit und Nutzbarkeit weit von dem entfernt haben, was einen Handwerker oder Ingenieur noch mit Produzentenstolz erfüllen könnte. Auch die kaufende Bürgerschaft wundert und ärgert sich über das trügerische Angebot, das in Produkt- und Markenhüllen verpackt nur noch zeitlich begrenzten Nutzen bieten will, wo eigentlich das Eigentum daran längere Freuden ermöglichen soll.

Im Credo „Hauptsache ihr habt Spaß”, meinen die Werbestrategen die zentrale Kundenanforderung erkannt zu haben. Doch der Spaß vergeht den Konsumenten, denen neben einer Befriedigung ihrer täglichen Bedürfnisse auch an einem sorglosen Konsum ohne Schaden für die Zukunft der eigenen Kinder und Kindeskinder gelegen ist. Doch in gesättigten Märkten sucht das Marketing inkrementelle Innovationen, die die Wiederbeschaffung beschleunigen, statt die breite öffentliche Debatte um Klimawandel und die dringend gebotene Ressourcenwende ernst zu nehmen.

Im meinem Beitrag geht es um “Die Manipulation des Verbrauchers” und die Frage „Wie frei kaufen wir wirklich?“. Es ist ein Abstract meiner Vorlesung an der UNI Heidelberg mit gleichem Titel. Der Vortrag stellte die „geplante Obsoleszenz“ als Oberbegriff für betriebliche Strategien und Methoden vor, die darauf abzielen, die Nutzungsdauer von Konsumgütern zu verkürzen und zu einem raschen Neukauf zu verleiten. Der Vortrag hinterfragt das Verbraucherleitbild einer auf Verschleiß ausgelegten Konsumwelt und zeigt Risiken einer als Ausweg angestrebten Shareconomy auf, die die Produktwahrnehmung auf deren Nutzwert reduziert. Demgegenüber wird ein neues Konsumentenleitbild skizziert, welches von einem Bürger als emanzipiertem Akteure ausgeht.

Zum Download “Manipulation Gesamtausgabe” “Beitrag Die Manipulation des Verbrauchers


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