Trendstudie „Consumer Technologies 2017“ von Deloitte vorgelegt. Man beschäftigt sich mit Smartphones, Streaming, Fotografie, Wearables, Roboter und Virtual Reality. Themen wie Smarthome,  Smartcities, eMobilität und Cyborg werden ausgespart. Themen wie Ressourcenwende, Nachhaltigkeit, Produktverantwortung und Sustainable Development Goals, participatory developments, community-driven-marketing finden sich schon garnicht. In alledem erkennt man nur den Wirtschaftsfaktor, kaum die sozialen Wirkungen und Impulse. Die sagt schon etwas zum wenig strategischen Konsumentenbild bei Deloitte. Es kommt einem so vor, als würde das Smartphone als „Personal Device“ als Stellvertreter für den Konsumenten in der virtuellen Sphäre der Hersteller und Handelsunternehmen gesehen. Das Smartphone ersetzt sozusagen in der Augmented Reality der BusinessModells den Point-of-Sale, das Regal und den Endkunden. Man könnte dies auch digitale Blindheit nennen.

Kurz zu Durchführung der Studie: Jeweils ca. 1000 Menschen in Privathaushalten mit Telefonanschluss lebende deutschsprachige Bevölkerung ab 14 Jahren wurden in verschiedenen mehrstufigen geschichteten Zufallsstichproben (statistische Fehlertoleranz +/- 3 Prozentpunkte in der Gesamtstichprobe) mit  computergestützten telefonischen Befragungen (CATI) befragt. Auftraggeber war BITKOM. Die gestellten Fragen wurden nicht veröffentlicht.

In der Studie die Feststellung, dass rund 1,4 Prozent des deutschen Bruttoinlandsproduktes in mehr oder weniger direktem Zusammenhang mit dem Smartphone stehen. Bis 2022 soll dieser Anteil auf 1,7 Prozent steigen. „Damit wird ein traditionelles Segment wie die Landwirtschaft bereits heute um mehr als das Doppelte überflügelt.“ Da könnte man die gleiche Analyse auch für den Zukunftsmarkt der Steckdose machen. Zumindest stehen mit der Steckdose sicher mehr Prozente des deutschen BIPs in Zusammenhang. Das die Studie überhaupt nicht die ökologischen und sozialen Fragen thematisiert, war zu erwarten.

Das Deloitte in der Studie von einem „Smartphone-Ökosystem“, „Smartphone-Landschaft“ und „Evolutionsstufen“ spricht, verdeutlicht die intellektuelle Distanz der strategischen Aussagen der ökonomisch fokussierten Dateninterpretierer, denen jede Wahrnehmung für gesellschaftlichen Anforderungen an Zukunftsfähigkeit fehlt. Unternehmen, die sich an diesen Aussagen ausrichten, werden am Markt vorbei agieren. Was wir heute brauchen sind Studien, die einem agilen Management klare Orientierungen für ein Marketing in partizipativen zirkulären Märkte liefern.

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