Mimikama täuscht in Sachen geplanter Obsoleszenz

Gestern veröffentlichte das bekannte Rechercheportal Mimikama einen “Faktencheck: Gehen Hausgeräte heutzutage schneller kaputt?“. Mit dem nachfolgenden Text habe ich diesen Artikel heute dort als Fake gemeldet und eine entsprechende Richtigstellung verlangt.

Dieser oberflächlich recherchierte Artikel über geplante Obsoleszenz ist ein bedauerlicher Beleg dafür, wie schnell selbst ein für Neutralität bekanntes Portal den Tücken öffentlicher Debatte zum Opfer fällt. Der Artikel ist oberflächlich recherchiert, was angesichts Ihres eigenen Anspruchs auffällig ist.

Geplante Obsoleszenz ist bereits durch Verurteilung anerkannter Straftatbestand (Italien), im französichen Strafrecht als Tatbestand enthalten, Gegenstand wissenschaftlicher Literatur und steht als politischer Handlungsauftrag auf der europäischen Agenda im Green New Deal. Die im Artikel genannten Quelle sind knapp und unkritisch ausgewählt. Zur Studie vom Öko-Institut gibt es kritische Analysen, die unberücksichtigt blieben. Die Stiftung Warentest hat in eigenen Artikeln lediglich die arglistige Ausprägung geplanter Obsoleszenz in Frage gestellt.

Geplante Obsoleszenz lässt sich tatsächlich leicht nachweisen, was bereits in vielen Fällen geschehen ist. Lediglich deren arglistige Ausprägung benötigt den gerichtlichen Weg, der aufgrund der bestehenden Rechtslage in Deutschland kompliziert jedoch nicht unmöglich wäre.

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